Checkpoint California | B: Reiseprolog: Imperien schauen sich an: Das eingeschossige Amerika

Berlin | 25. Juni 2015 | 19 Uhr
Deutsche Bank Kunsthalle | Unter den Linden 13-15 | 10117 Berlin

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Felicitas Hoppe

Reiseprolog | IMPERIEN SCHAUEN SICH AN: DAS EINGESCHOSSIGE AMERIKA

Mit Felicitas Hoppe

„3668 IlfPetrow“ heißt ein geheimnisvoller, von der sowjetischen Astronomin Ludmila Georgijewna Karatschkina entdeckter Kleinplanet, getauft auf die Namen des Schriftstellerduos Ilja Ilf und Jewgeni Petrow, die Mitte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, auf dem Höhepunkt des stalinistischen Terrors und der Great Depression, im Auftrag der Prawda vier Monate lang die USA bereisten. Unter dem Titel „Das eingeschossige Amerika“ haben die beiden Satiriker und Humoristen einen so eigenständigen wie faszinierenden Reisebericht in Wort und Bild verfasst, in dem sich das historische Spannungsverhältnis zwischen der UdSSR und den USA während des in Europa aufkommenden Faschismus spiegelt.

70 Jahre später tritt die Schriftstellerin Felicitas Hoppe, zusammen mit den Bildenden Künstlern Alexej Meschtschanow und Jana Müller, deren Bekanntschaft sie einer Begegnung in der Villa Aurora verdankt, eine Nachreise an. „Das eingeschossige Amerika“, 2011 in deutscher Übersetzung in der Anderen Bibliothek erschienen und mit einem Vorwort von Hoppe versehen, gibt dabei die Route vor und lädt die reisenden Künstler angesichts der aktuellen politischen Lage dazu ein, das Ost-West-Verhältnis mit eigenen Mitteln neu zu überprüfen.

Felicitas Hoppe (*1960 in Hameln) lebt als Schriftstellerin in Berlin. Unter anderem sind von ihr erschienen: „Picknick der Friseure“ (1996), „Pigafetta“ (1999), „Paradiese, Übersee“ (2003), „Verbrecher und Versager“ (2004) und „Johanna“ (2006). Mit „Sieben Schätze“ und „Abenteuer – Was ist das“ wurden bislang zwei ihrer Poetikvorlesungen publiziert. 2011 legte Hoppe mit „Grünes Ei mit Speck“, eine Übersetzung von Texten des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss vor. 2012 erschien Hoppes „Traumbiografie“ „Hoppe“. Für ihr Werk wurde Felicitas Hoppe mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Aspekte-Literaturpreis (1996) und dem Georg Büchner Preis (2012). Seit 2007 ist sie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.