CHECKPOINT CALIFORNIA | B: Berlin – Los Angeles: Seeing as process

Berlin | 22. Juni 2015 | 19 Uhr
Deutsche Bank Kunsthalle | Unter den Linden 13-15 | 10117 Berlin

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„Los angeles mountains to ocean pano“ von Mfield, Matthew Field - httpwww.photography.mattfield.com - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - httpcommons2

Artists’ talk | BERLIN – LOS ANGELES: SEEING AS PROCESS

mit Veronika Kellndorfer und Steve Rowell, Einführung und Moderation: Drew Hammond (auf Englisch)
In Kooperation mit der Senatskanzlei Berlin im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin – Los Angeles

Während es die in Berlin lebende Künstlerin Veronika Kellndorfer regelmäßig nach Los Angeles zieht, verbrachte der heute in L.A. lebende Künstler Steve Rowell bereits einige Zeit in Berlin, wo er sich im Sommer 2015 als Berlin Fellow der Villa Aurora und des Zentrums für Kunst und Urbanistik (ZK/U) erneut aufhält.

Kellndorfer und Rowell untersuchen Orte und Strukturen, die bei oberflächlicher Betrachtung harmlos erscheinen, einem genaueren Blick aber ihre beunruhigenden Implikationen offenbaren. In den Werken beider Künstler werden diese Implikationen offengelegt und transzendiert. In diesem Demaskierungsprozess erhalten die Kunstwerke den Status von Metonymien für Narrative potenziell dunkler Aspekte unserer Zeit.

Kellndorfer integriert in ihrem Werk formale und konzeptuelle Aspekte, indem sie semi-transparente und semi-reflektierende Schichten, die ihrem Gegenstand zugrunde liegen, herausarbeitet. Durch diese Vorgehensweise wird diese Integration gleichzeitig erzeugt und symbolisiert. Steve Rowells Projekte, denen ein genuin wissenschaftliches Erkenntnisinteresse zugrunde liegt, erzeugen stets eine Spannung zwischen ihren Themen und der formalen Seite ihrer Hervorbringung. Diese Arbeitsweise verleiht seinen Werken eine besondere Ausdrucksstärke und lässt sie anhand ästhetischer Kriterien konventionelle Forschung oder Dokumentation überschreiten.

Veronika Kellndorfer (*1962 in München) begann ihr Kunst-Studium 1982 an der Hochschule für angewandte Künste in Wien und schloss es 1990 an der Universität der Künste in Berlin ab.
In Ihrer künstlerischen Arbeit erforscht sie Architektur ausgehend von deren Einbettung in historische und gesellschaftliche Dimensionen in ihrer Bemächtigung und Erhaltung und reflektiert den Transfer in den Bildraum.
Neben einem Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfond (1998) erhielt Kellndorfer zahlreiche Stipendien unter anderem in der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart (2000), in der Villa Aurora, Los Angeles (2003), in der Villa Massimo, Rom (2005) in der Villa Kamogawa, Kyoto (2012). 2014 war sie Senior Fellow am IKKM, Bauhaus Universität Weimar.
Kellndorfers Arbeiten wurden unter anderem in folgenden Galerien und Museen gezeigt: Christopher Grimes Gallery, Santa Monica, CA, Berlinische Galerie, Berlin, Hamburger Bahnhof, Berlin und Pinakothek der Moderne, München.
Veronika Kellndorfer lebt und arbeitet in Berlin.

Steve Rowell, der Los Angeles lebt und arbeitet, ist ein Künstler, der auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse mit Stand- und Bewegtbildern, Sound, Installation, Landkarten und Raumkonzepten arbeitet.  In den letzten 20 Jahren lebte er in Berlin, Chicago und Washington DC. Er arbeitet transdisziplinär und interessiert sich für die wechselseitige Beeinflussung von Technologie, Wahrnehmung und Kultur im Zusammenhang mit Ontologie und Landschaft. Rowell sucht mit geographischen und archäologischen Ansätzen nach dem Zusammenhang des Artifiziellen mit der Natur.

Seit 2001 ist Rowell Programm-Manager am Center for Land Use Interpretation, CLUI (Los Angeles) und hat mit dem Künstlerkollektiv SIMPARCH (Chicago) und The Office of Experiments (London) zusammengearbeitet.

In folgenden Galerien und Museen waren Rowells Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen: Whitney Biennale und PS1, New York (2006), Yerba Buena Center for the Arts, San Francisco, Smithsonian American Art Museum, Washington, DC, Temporäre Kunsthalle und NGBK, Berlin, Barbican Art Centre und die Frieze Art Fair, London, John Hansard Gallery, Southampton, Ballroom Marfa,  Center for PostNatural History, Pittsburgh, Institut für Bildende Kunst, Milwaukee und im Museum of Contemporary Art, Chicago. Im Jahr 2013 erhielt er Auszeichnungen von Creative Capital und der Graham Foundation for Advanced Studies in the Fine Arts.


In Kooperation mit

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