KÜNSTLER INNEN

 

Struth_2013 Mountain Anaheim_Website

THOMAS STRUTH

Thomas Struth, 1954 in Geldern geboren, studierte an der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf zunächst Malerei bei Gerhard Richter, später Fotografie bei Bernd und Hilla Becher. 1993 bis 1996 lehrte Struth an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe. Heute lebt und arbeitet er in Berlin und New York.

Struths bekannteste Werkgruppe ist Museum Photographs (1989–2005). Seine häufig großformatigen Fotografien sind Analysen der Umwelt. Anfangs fotografierte er Straßenzüge und Industrieflächen in Schwarzweiß. In den letzten fünfzehn Jahren hat Struth sein Repertoire um Bilder aus den Bereichen Grundlagenforschung, Wissenschaft, industrielle Produktion und Technik erweitert. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen präsentiert, unter anderem im Metropolitan Museum of Art, New York (2014 und 2003) und in der Whitechapel Gallery, London (2011), in der Kunsthalle Bern (2008), im Museo del Prado, Madrid (2007), im Dallas Museum of Art (2002), im Museum of Contemporary Art, Los Angeles (2002), im Museum of Contemporary Art, Chicago (2002), im National Museum of Modern Art, Tokyo und Kyoto (2000) und im Institute of Contemporary Art, Boston (1994) – sowie in Gruppenausstellungen unter anderem im Musée National d’Art Moderne, Centre Pompidou, Paris (2010), im Martin-Gropius-Bau, Berlin (2004), im Mori Art Museum, Tokio (2003) und in der Kunsthalle Basel (2001).

1978 erhielt Struth das erste von der Kunstakademie Düsseldorf vergebene Stipendium für das PS1, New York. Für seine Arbeiten erhielt er 1992 den Werner Mantz Preis für Fotografie, Stichting Werner Mantz, Maastricht sowie 1997 den Internationalen Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen – SPECTRUM. Das Royal Institute of British Architects (RIBA) verlieh Struth 2014 das Honorary Fellowship für seinen Beitrag zur Architektur.


Einfallendes Licht / Spilled Light, 2014

SABINE HORNIG

Sabine Hornig studierte Bildende Kunst und Bildhauerei an der Hochschule der Künste Berlin sowie im Canterbury College of Art. 1995 verbrachte sie als Visiting Scholar mit einem Stipendium der Studienstiftung an der University of Californa, Los Angeles.

Sabine Hornigs Skulpturen, Installationen und Fotoarbeiten benutzen die Sprache der Architektur, um den Raum und die Raumwahrnehmung zu verändern. Eingezogene Barrieren, Durchblicke und transparente Fotografien lassen die Grenzen zwischen Darstellung und Realität, Wirklichkeit und Vorstellung verschwimmen, um das Lineare der Zeit (Fotografie) zugunsten einer Gleichzeitigkeit (Skulptur) aufzuheben. In Hornigs skulpturalem Werk wird das Bild buchstäblich zum Objekt, um das man herumgehen kann, wie um das Große Glas. Es erlangt skulpturale Präsenz, die mit dem Betrachter als Gegenüber im Raum in den Dialog tritt.

Arbeiten von Sabine Hornig wurden in Einzelausstellungen gezeigt unter anderem im Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam
(2013/14), in der Tanya Bonakdar Gallery, New York (2013), der Pinakothek der Moderne und der Alten Pinkothek, München (2011), im Centro Cultural de Belém, Lissabon (2005) und im Museum of Modern Art, New York (2003). In Gruppenausstellungen war ihr Werk unter anderem im Getty Museum, Los Angeles (2013), in der Kunsthalle Hamburg (2012), der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2012) und der kestnergesellschaft Hannover (2007) zu sehen. Hornig erhielt zahlreiche Stipendien, unter anderem das Stipendium für das PS1, New York des Senats Berlin (1999/2000) und das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium (1998). Sie lebt und arbeitet in Berlin.


websitecutjankowski

CHRISTIAN JANKOWSKI

Der 1968 in Göttingen geborene Jankowski studierte an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg und lehrt seit 2005 als Professor für Bildhauerei (Installation, Performance, Video) an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste. Er lebt und arbeitet in Berlin. Jankowski setzt sich in seinem künstlerischen Schaffen mit den Mechanismen der Mediengesellschaft auseinander und ist vor allem durch seine Videoperformances bekannt geworden.

Seine Werke waren in zahlreichen international angesehenen Einzelausstellungen, unter anderem im Swiss Institute of Contemporary Art, New York (2001), im Museum für Gegenwartskunst, Basel (2003), im Museo d’Arte Contemporanea, Rom (2003), im Miami Art Museum (2007) oder in der Berlinischen Galerie (2011) zu sehen. In Gruppenausstellungen war Jankowski unter anderem im Stedelijk Museum, Amsterdam (2005), im PS1, New York (2005), in der Neuen Nationalgalerie Berlin (2007), im Museum of Contemporary Art, Tokyo (2011) und in der K20 – Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2011) vertreten. Zudem nahm er an der Biennale di Venezia (1999), der Whitney Biennial, New York (2002) und der Biennale of Sydney (2010) teil. Im Jahr 2000 wurde Jankowski für den erstmals vergebenen Preis der Nationalgalerie für junge Kunst in Berlin nominiert. Im Jahr 2013 wurde ihm der Videonale-Preis der Kfw-Stiftung verliehen.

Neben zahlreichen anderen Stipendien erhielt Jankowski 1998 das Stipendium des Deutschen Studienzentrums in Venedig sowie im Jahr 2000 das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium. Christian Jankowski wird im Jahr 2016 Kurator der Europäischen Biennale für Zeitgenössische Kunst, Manifesta, in Zürich sein.


Barba_Western Roundtable_Checkpoint California

ROSA BARBA

Rosa Barba lebt und arbeitet in Berlin. Sie wurde 1972 in Agrigent auf Sizilien geboren, wuchs in Deutschland auf und studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln. 2003 folgte eine zweijährige Residenz an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam.

Mit ihren Arbeiten erforscht Barba auf spielerische Weise die temporale, auditive, räumliche und materielle Seite des Mediums Film und lotet seine Grenzen ein ums andere Mal neu aus. Zuletzt wurden Kunstwerke von Rosa Barba unter anderem im MAXXI, Rom (2014), im CAC, Vilnius (2014), in der Turner Contemporary, Margate, der Bergen Kunsthall (2013), im Jeu de Paume, Paris (2012), im Kunsthaus Zürich (2012), im Contemporary Art Museum St. Louis (2011) und der Tate Modern, London (2010) ausgestellt. Barba war in Gruppenausstellungen unter anderem auf der 8. Berlin Biennale, im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid und auf der 52., 53. und 56. Biennale di Venezia vertreten.

Rosa Barba wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, so etwa mit dem Nam June Paik Award, Internationaler Medienkunstpreis der Kunststiftung NRW (2010), dem HAP-Grieshaber-Preis (2006) und dem Prix du Centre pour l’Image Contemporaine, Genf (2007).


Baghramian02banner

NAIRY BAGHRAMIAN

Nairy Baghramians Werke wurden in zahlreichen anerkannten internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem im Rahmen der Skulptur Projekte Münster (2007), Kunsthalle Basel (2006), Staatliche Kunsthalle Baden-Baden (2008), Berlin Biennale (2008), Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen (2009), Bergen Kunsthall (2009), Museum Sztuki Lodz (2009), Serpentine Gallery, London (2010), Musée d’art contemporain de Montréal (2010), Stedelijk Museum, Amsterdam (2011), Glasgow International Festival of Visual Art (2011), 54th International Art Exhibiton ILLUMInazioni
– ILLUMInations auf der Biennale di Venezia (2011), Museo Tamayo Arte Contemporáneo, Mexico City (2012), Australian Centre for Contemporary Art, Melbourne (2012), Contemporary Art Gallery, Vancouver (2012), Museum Ludwig, Köln (2012), MIT List Visual Arts Center, Cambridge (2013), Berlin Biennale (2014), Art Institute Chicago (2014), Museum Abteiberg, Mönchengladbach (2014), Museu de Arte Contemporânea de Serralves, Porto (2014), Wattis Institute for Contemporary Arts, San Francisco (2015).

Sie ist Preisträgerin des Förderpreises Bildende Kunst der Schering Stiftung (2007), des hectorpreises (2012) und des Arnold-Bode-Preises (2014). Kommende Ausstellungen finden im S.M.A.K., Municipal Museum of Contemporary Art, Gent (2016), Museum der Moderne, Salzburg (2017), Walker Art Center, Minneapolis (2017) statt.


Schäfer01banner

ALBRECHT SCHÄFER

Albrecht Schäfer lebt und arbeitet in Berlin, wo er seit 2010 eine Professur für Bildhauerei an der Weißensee Kunsthochschule Berlin innehat. Schäfer wurde 1967 in Stuttgart geboren und studierte Bildende
Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, am Chelsea College of Art,
London und an der Akademie der Bildenden Künste, München. 2006 wurde Schäfer mit dem hectorpreis der Kunsthalle Mannheim ausgezeichnet.

Seine Kunstwerke beziehen sich häufig auf den spezifischen Ausstellungsraum, der auf diese Weise zu einem integralen Bestandteil der jeweiligen Arbeit wird. Kennzeichnend für seine Arbeitsweise ist die Wahl von einfachen, alltäglichen Materialien, die durch Schäfers Eingriffe aus der Unscheinbarkeit treten und in ihrer Form des nun Ungewohnten fesseln.

Albrecht Schäfer hatte Einzelausstellungen unter anderem im KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2008), in der Kunsthalle Mannheim (2007), im Museum Morsbroich, Leverkusen, in der Galerie Gaudel de Stampa, Paris (2010), in der Galerie Kamm, Berlin (2011) und bei Grieder Contemporary, Zürich (2015). In Gruppenausstellungen war Albrecht Schäfer unter anderem im Martin-Gropius-Bau, Berlin (2008), im Muzeum Sztuki Nowoczesnej, Warschau (2010), im MARTa Herford (2011), im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin (2012) und im insitu, Space for Contemporary Art, Berlin (2014) vertreten.


websitecutlachenmann

PHILIPP LACHENMANN

Philipp Lachenmann, 1963 in München geboren, machte zunächst eine Ausbildung zum Architekturmodellbauer, studierte dann Film an der Hochschule für Film und Fernsehen sowie Kunstgeschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und absolvierte 2003 ein Postgraduiertenstudium an der Kunsthochschule für Medien in Köln bei Jürgen Klauke, VALIE EXPORT und Marcel Odenbach.

Die Entstehungsbedingungen und Funktionsweisen von kollektiven Bildern sind ebenso Untersuchungsgegenstand Lachenmanns
konzeptuell-künstlerischer Praxis wie Konfrontationen, Abgründe und Bruchstellen in der Gesellschaft. Seine Werke waren auf der Shanghai Biennale (2004), in der Galerie im Taxispalais, Innsbruck (2004), im Martin-Gropius-Bau, Berlin (2006), in der K21 – Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2008), im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin (2010), in den Deichtorhallen Hamburg (2011), im Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2013), in der Bundeskunsthalle, Bonn (2013) und in der Pinakothek der Moderne, München (2015) zu sehen. Lachenmanns filmische Arbeiten wurden neben anderen auf den Filmfestivals MIT Short Film Festival, Boston (2008), IFFR Rotterdam (2009), SFIFF San Francisco International Film Festival (2010), NYFF New York (2010) und HKIFF Hongkong (2011) gezeigt.

Er erhielt unter anderem folgende Förderungen: Villa Massimo, Rom (2012), Kunstfonds (2010, 2007), Cité des Arts, Paris (2008), EHF-Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung (2005), Villa Aurora, Los Angeles (2003) und DAAD New York (1998). Lachenmann arbeitet in Berlin und Los Angeles.


websitecutbuth

PEGGY BUTH

Peggy Buth, 1971 geboren in Berlin, studierte Fotografie und Freie Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig und schloss 2002 mit Diplom bei den Professorinnen Astrid Klein und Beatrice von Bismarck ab. 2004/2005 erhielt Buth ein Fellowship an der Jan van Eyck Academie, Maastricht, wo sie ihren Werkzyklus Desire in Representation begann. Buth legt sich in ihrem künstlerischen Schaffen weder auf ein bestimmtes Medium noch auf einen engen Kunstbegriff fest, sondern untersucht die Repräsentationssysteme der Kunst, Literatur, Politik, Geschichte und Wissenschaften im Hinblick darauf, was in ihnen verdrängt wird und was darin unbeabsichtigt zu Tage tritt. Dabei bedient sie sich der Medien Fotografie und Video, verwendet Teer, Schellack oder Teppiche für ihre Bilder, arbeitet mit vorgefundenen Materialien, Sprache und Ton, produziert Objekte, Skulpturen und Installationen.

Einzelausstellungen hatte Buth unter anderem im Exhibition Research Centre, Liverpool John Moores University (2013), Centre d’Art Contemporain, Parc Saint Léger (2011) sowie im Württembergischen Kunstverein Stuttgart (2009). Peggy Buths Werke waren in Gruppenausstellungen unter anderem am Weltkulturen Museum, Frankfurt am Main (2013), in der K21 – Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2012), im Bétonsalon, Paris (2011) und der Brussels Biennale (2008) zu sehen.

Buth erhielt zahlreiche Stipendien, unter anderem das Stipendium für Zeitgenössische Deutsche Fotografie der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Museum Folkwang, Essen (2014–2015), das Atelierstipendium ISCP Brooklyn, New York (2014), das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn (2013) sowie das Atelierstipendium Cité Internationale des Arts, Paris (2012). Peggy Buth lebt und arbeitet in Berlin.


websitecutjust

MICHAEL JUST

Michael Just, geboren 1979 in Frankfurt am Main, schloss 2007 sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler bei Prof. Daniel Buren ab und studierte anschließend bis 2009 am Goldsmiths College in London. 2010/2011 nahm er am Whitney Museum Independent Study Program in New York teil. Heute lebt und arbeitet Just in Berlin. In seinen interdisziplinären Arbeiten setzt sich Just künstlerisch mit der historischen Konstruktion von Subjektivität, Geschichte und Gesellschaftsmodellen und deren physischen und ideologischen Manifestationen auseinander.

Er präsentierte seine Arbeiten in zahlreichen Einzelausstellungen unter anderem im SOUTERRAIN, Berlin (2008), bei KNPZ, Hamburg (2008), in der Galerie Schmidt & Handrup, Köln (2010) und im Artisanal House, New York (2013). 2015 folgt eine Ausstellung bei Cydonia, Dallas. Just war mit Gruppenausstellungen unter anderem im Benaki Museum, Athen (2005), Domaine Pommery, Reims (2007), im Indianapolis Museum of Art (2007), im KIT – Kunst im Tunnel, Düsseldorf (2008), in der A Foundation, London (2009), im Cornerhouse, Manchester (2009), sowie im Palazzo delle Arti Napoli (2010) und im EIGEN + ART Lab, Berlin (2014) vertreten. 2005 erhielt Just den Deutsche Bank Förderpreis für Skulptur, Düsseldorf sowie 2007 das EHF-Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung.