Kategorie-Archiv: Blue Mazda

Norbert Kron | Blue Mazda on the road

Blue Mazda on the road


Film still © Norbert Kron
Film still © Norbert Kron

Norbert Kron fuhr 2.000 pannenfreie Meilen mit dem blauen Mazda. Nach einem Abstecher nach Tijuana verursachte der in seiner Männlichkeit arg gedemütigte Kron (siehe hier) im Sonnenuntergang von San Diego einen Unfall mit einem BMW. Das folgende Video hat damit allerdings überhaupt nichts zu tun.

Kamera: Norbert Kron
Montage: Mirko Lux
Musik: Podington Bear – Tweedlebugs (CC By NC)

Norbert KronNorbert Kron, geb. 1965 in München, Schriftsteller, von Jan.-März 2004 in der Villa

Blue Mazda | Christine Lang | My Mazda Star

My Mazda Star


© Christine Lang
© Christine Lang

Christine Lang war von Januar bis März 2007 in der Villa Aurora und hat erst drei Tage vor ihrer Anreise einen Führerschein bekommen. Der blaue Mazda war ihr erstes Auto.

Alle rieten mir ab: drei Monate ohne Auto in L.A.!? Schnellschnell, drei Tage vor Abreise hatte ich den Führerschein. Als ich dann vor dem ersten Auto meines Lebens stand, wusste es noch nicht, was es erwartet: einen anti-auto-ritären Führungsstil, also dass es eher mich führen müsste als ich es.

Und ich hatte sofort schlechtes Gewissen, diesem Auto gegenüber. Ich wusste ja, dass ich alles falsch machen würde.
Eine erste Testfahrt, kühn den Paseo Miramar hoch, und sofort habe ich mich und ihn in einer Sackgasse festgefahren, beim sinnlosen Wendeversuch verkeilt hinter einem parkenden Auto.

Ausgestiegen, nachgedacht, geraucht, berechnet. Aufgeben? Ich entschied, den Mazda nicht zu verlassen.

So entstand sie, meine Bindung; die gleiche Objektophilie wie sie das Verhältnis zu den Fahrrädern meiner Kindheit bestimmte. Fahrräder waren Pferde, mit denen man reden kann. Und vom Mustang zum Mazda ist es ja nicht weit.

In den nächsten Tagen dauernde Angst an den Ampeln in Hollywood den Berg rückwärts wieder runterzurollen. Auf dem Weg zu Cal Arts, zu einem James Benning Seminar, kilometerweit leicht bergab wurde der Mazda immer schneller… wie mache ich das: ich kann doch nicht dauernd bremsen!? So explodieren wir doch? Ah, der vierte Gang, Motorbremse. Der Mazda, meine wahre Fahrschule.
Er hatte eine tolle neue Lichtmaschine, wie es hieß –¬ ¬vielleicht strahlte er für mich deswegen wie ein Stern auf dem Hollywood Boulevard. Nur sah ich trotzdem nichts, die Scheibenwischer funktionierten nicht. Am ersten Abend quer durch die Stadt auf dem Weg zum Kino, strömender Regen. Regen, auf der Scheibe so dicht wie in der berühmten Einstellung auf Perry Smith in „Cold Blood“. Im Kopf die Stimme des Fahrlehrers: Pass auf die Bälle der Kinder auf und auf hinter parkenden Autos hervorkommende Omas! Aber der Mazda sagte mir, in L.A. gibt es hinter den Autos keine Kinder und schon gar keine Alten. Dann meine erste Tankstelle, meine ersten neuen Scheibenwischer, die erste Werkstatt. Ich mochte es, das Leben und die Stadt auch auf diesem Wege kennenzulernen: Alltagsautobürokratie, sich anstellen, Auto anmelden, sich anstellen, eine Versicherung abschließen.

Ich habe ihn ausgeführt, meinen Mazda-Star. Wir, getarnt als europäische Studentinnen, mit Musik aus dem Radio 103,1 waren überall – und wir wurden immer freundlich angelächelt. Sei es in Long Beach, Compton, am Watts Tower, am Hafen oder am El Matador State Beach nördlich von Malibu. Von Pacific Palisades fuhren wir lieber über den Sunset Boulevard als über den Highway, nachts zu den Zeltstädten in Downtown, zum Diner in West Hollywood. In Gedanken fahre ich manchmal noch mit ihm dort herum; inzwischen ein Geisterauto in meinen Erinnerungen, aber ähnlich real wie die einmal geschaffenen, dann für immer existierenden Rollengeisterfiguren in David Lynchs „Mulholland Drive“. Die Stadt jedenfalls hat sich mir durch ihn für immer eingeschrieben.

Christine LangChristine Lang, Filmemacherin, Stipendiatin Januar bis März 2007

Blue Mazda | Tobias Hülswitt | Carpooling

Carpooling


Joshua Tree Park | © Mirko Lux
Joshua Tree Park | © Mirko Lux

Der Schriftsteller Tobias Hülswitt war von Oktober bis Dezember 2007 in der Villa Aurora. Was später aus dem Mazda wurde, weiß Tobias nicht recht. Steht er noch auf dem Parkplatz der Villa? Eine Kupplung hatte er! Manche Dinge sind einfach schwer durchzusteigen.

von Tobias Hülswitt

Ich kann mir nicht mehr erinnern, wie der blaue Mazda zu mir kam. Oder ich zu ihm. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern, wie und wo er den Geist aufgab, obwohl es in meiner Periode geschehen sein muss. Hat er seinen Geist wirklich aufgegeben? Oder habe ich ihn stattdessen an jemanden weitergegeben, an Gerhard Friedl oder an Laura Horelli? Falls er unter mir seinen Geist aufgab, so weiß ich nicht mehr, was ich mit leblosen Karosse tat. Blieb sie einfach auf dem im Eukalpyptusduft der Bäume getränkten Parkplatz aus hellem Asphalt oder Beton – diesem beige-weißen, kalifornischen Beton oder Zement, den man an Orten wie diesem Parkplatz findet – blieb er einfach auf diesem Parkplatz stehen? Wenn ja, wer räumte ihn irgendwann weg? Oder steht er noch immer da?

Ich weiß nicht mehr, wie er von innen aussah. Alles, woran ich mich erinnere, sind zwei Dinge: Erstens, er hatte Kupplung und Schaltknüppel. Es fühlte sich absurd an, in Los Angeles einen Wagen mit Kupplung zu fahren. Man kann Freeways nicht mit Kupplung fahren, das ergibt keinen Sinn. Auf dem Freeway fließt man wie ein Blutkörperchen im Strom. Das wird besonders deutlich, wenn man nachts aus Altadena oder ähnlich entfernten Stadtteilen zurück ans Meer fährt. Auf den lang gezogenen Kurven der endlosen Freeways strömen die Wagen in fast gleicher Geschwindigkeit dahin, für halbe, dreiviertel, ganze Stunden schweben die roten Rücklichter der anderen in immer gleichem Abstand vor dir in der Dunkelheit, während links und rechts die dunklen Hügel vorüber ziehen.

Ich will das Autofahren nicht verherrlichen, es ist ein dekadenter Vorgang, den uns Kapitalisten beigebracht haben, die uns Maschinen und Öl verkaufen. Aber diese Momente nachts auf dem Freeway sind dennoch von spiritueller Kraft. Allerdings nur dann, wenn man Automatik fährt. Ein Kuppelwagen kann nicht strömen. Selbst, wenn man ewig im vierten oder fünften Gang fährt – es ist nicht dasselbe! In jedem Moment ist zu spüren, dass dieses Auto sich nicht selbst schaltet – It doesn’t shift itself! –, und deshalb kann man es nicht vergessen, dieses Auto, während man fährt, und nicht Teil des Stroms werden. Wie es ist, Teil des Stroms zu werden, erfuhr ich erst, als ich nach dem Mazda einen schönen weißen Automatikwagen fuhr.

Und das zweite, woran ich mich erinnere, ist ein ziemlich brenzliger Moment: Ich hatte bis dahin nie den Carpool bemerkt. Bis wir sonntags auf dem Weg nach Downtown in einem völlig aussichtslosen Stau feststeckten. Wir hatten uns zu fünft in den blauen Mazda gequetscht, Laura Horelli, Gerd Friedl, Anne Phillips-Krug, noch jemand und ich. Ich saß am Steuer. Da fiel mir auf, dass auf einer fast leeren Spur links von uns, auf der in weißen Buchstaben Carpool stand, immer wieder Wagen triumphierend mit 70, 80 Meilen an uns vorbeirauschten. „Was ist das denn?“, fragte ich. „Wieso dürfen die das?“
Anne lachte wahrscheinlich und sagte etwas wie „Carpool, Mensch, kennste nicht?“

Kannte ich nicht. Und wurde aufgeklärt, ein Car Pool ist ein Auto, in dem mehr als ein Mensch sitzt. Weil das umweltfreundlich ist und man es den Amerikanern offenbar schmackhaft machen will, ihre Autos nicht immer alleine zu nutzen, bekommen Autos, in denen mehr als ein Mensch sitzt, eine Spur für sich. Und wir waren zu fünft! „Na dann!“, rief ich, riss das Lenkrad herum, brach aus der Spur aus und steuerte über die doppelte durchgezogene Linie hinüber auf den Car Pool. Da sah ich im Rückspiegel einen gigantischen Truck auf uns zudonnern mit bärenartigem, ja, Gesicht, muss man wohl sagen. Motorhaube und Kühlergitter, das klingt zu technisch, es ist ein Gesicht, ein Tiergesicht. Der Truck hupte, hupte ohrenbetäubend. Ich lenkte uns so nah wie möglich an die Autos rechts von uns, und dann – ich weiß es noch genau! – brachte ich den Wagen so nah wie möglich an den im Stau steckenden Autos zum Stehen, duckte mich auf dem Fahrersitz, zog den Kopf zwischen die Schulter, und kniff die Augen zusammen.

Noch einmal: Ich duckte mich, als ob ich den Wagen und uns alle darin damit kleiner machen könnte, fuhr an die Seite und blieb stehen!

Der Truck röhrte mit etwa ca. 2 cm weitem Abstand an uns vorbei. Immer noch in einem lang gezogenen Ton hupend. Der anschwoll und verschwand. Ich bin nicht sicher, ob den anderen bewusst gewesen ist, welcher Gefahr wir gerade entgangen waren. Jedenfalls sagte niemand etwas, keiner rügte mich. Vielleicht wurde sogar gelacht. In der alles hinweg waschenden kalifornischen Sonne wurde es mir selbst in dem Moment nicht klar. Das kam erst viel später.

Später dachte ich, der Tod hatte da bereits kurz sein Gesicht gezeigt. Und habe gesagt: Dieses Mal noch nicht, ich wollte nur, dass ihr schon einmal gewarnt seid.

Ich weiß noch, dass wir nach Downtown fuhren, um einen evangelikalen Gottesdienst zu besichtigen. Während dem mir von der schieren Menge religiöser Psychoten schlecht wurde. Ich ging hinaus. Gerhard Friedl, der bemerkt hatte, dass ich blass im Gesicht war, kam mir nach gelaufen und fragte, ob alles in Ordnung sei. Diese Erinnerung freut mich bis heute. Diese Aufmerksamkeit, sie wärmt einem das Herz.

Ich weiß nicht, hätte es ihm geholfen, wenn er mehr solcher Einfühlsamkeit von uns erfahren hätte? Diese Dinge sind schwer zu durchzusteigen.

Tobias HülswittTobias Hülswitt, geb. 1973 in Hannover, Schriftsteller, Okt.-Dez. 2007 in der Villa

Blue Mazda | Natasha Sadr Haghighian | Car Parts and Recreation

Car Parts and Recreation


Sunset on Highway 10 | © Mirko Lux
Sunset on Highway 10 | © Mirko Lux

Natasha Sadr Haghighian war im letzten Quartal 2004 Stipendiatin der Villa Aurora und Eigentümerin des blauen Mazdas. Ein Beitrag über Autos, die ein Teil von dir werden, und den Wert guter Radioprogramme.

von Natasha Sadr Haghighian

Ich habe anscheinend ein wirklich schlechtes Gedächtnis, denn ich konnte mich an keine dramatischeren Werkstattbesuche oder Pannen mit dem blauen Mazda erinnern. Ich bin dann allerdings in alten Emails fündig geworden. Ein kreischendes Geräusch, das manchmal beim Fahren auftrat wurde von jemandem mit einem Riemen in der Lenkung in Verbindung gebracht. Die Person wies mich darauf hin, dass wenn der Riemen reißen würde, ich keine Kontrolle mehr über das Lenkrad haben würde. Wer den kurvenreichen steilen Paseo Miraramar kennt, der sich von den Pacilifc Palisades bis zum Sunset Boulevard hinunterschlängelt, kann sich den Horror vorstellen, den diese Nachricht bei mir auslöste. Es stellte sich jedoch schnell raus, dass das Geräusch mit der Wasserpumpe zusammenhing, nicht mit der Lenkung.

Ich hatte das Auto zusammen mit Judith Hopf von Antje Strubel für die Zeit unseres Aufenthalts an der Villa Aurora gemietet. Das war tatsächlich großartig, da wir es nur versichern mussten aber ansonsten keinen Papierkram zu erledigen hatten. Ich brauchte trotzdem ein paar Tage bis ich mich damit auf LAs Highways traute. Als wir dann das erste Mal im Stau standen, hatten wir viel Zeit uns miteinander anzufreunden. Der blaue Mazda wurde schnell ein Teil von mir, so wie Autos eben irgendwie Teil von einem werden in Los Angeles. Man verbringt so erstaunlich viel Zeit im Auto, dass man Routinen und Rituale etabliert, die für mich als eingefleischte Fahrradfahrerin merkwürdigerweise sehr wertvoll wurden. Eines dieser Rituale begann mit der Entdeckung des Community Radios KPFA. Nachdem ich es einmal eingeschaltet hatte, hörte ich es permanent während der langen Autofahrten. Ausführliche kritische Berichte über die anstehenden Wahlen und danach über die vielen Unregelmäßigkeiten im Wahlablauf wurden schnell unverzichtbare Nachrichten- und Reflektionsquelle. Aber auch die Entdeckung der Vorträge des Philosophen Alan Watts passierte auf diesen Fahrten. KPFA spielte regelmäßig seine Vorträge aus dem Berkeley der 50iger bis 70iger Jahren in voller Länge und die hippieske Mischung von Zen, Chinesischer und Indischer Philosophie, Kapitalismuskritik, Religionswissenschaft und seinem wirklich einzigartigen Lachen ist für mich bis heute untrennbar mit Stau auf dem Freeway verbunden.

Ich erinnere auch die nächtlichen Heimfahrten über die endlosen Kurven des Sunset Boulevards in denen Ideen, Erlebtes, Gespräche im Kopf sortiert wurden. Während man oft in einer Art Auto Pilot Modus und nicht immer ganz nüchtern dem vertraut gewordenen Straßenverlauf folgte, war der Kopf frei um die Gedanken schweifen zu lassen. So vieles was man erlebte war schwer zu fassen. Ich hatte gedacht, dass ich Los Angeles hassen würde aber von Anfang an traf ich in dieser Stadt wirklich erstaunliche, bemerkenswerte und besondere Menschen die schnell zu Freunden wurden. Sassan der bei der Nasa arbeitete, Antonio aus Passadena der zu Passolini’s Petrolio forschte, Lars, der die Bühnenbilder für Barbie entwarf, Randy der Prominente verklagte um die Canyons vor ihnen zu retten, die Exildeutschen die zu Veranstaltungen der Villa Aurora kamen, die bezaubernde Vaginal Davis deren Clubnächte in einer Bar in Hollywood mich mit pornografischen Filmen der Stummfilmzeit vertraut machten. Meistens kam ich von einer dieser Begegnungen wenn mich der blaue Mazda nachts ganz zuverlässig und fast von allein nach Hause brachte.

Natascha Sadr Hahighian, geb. 1967 in Teheran (Iran), Bildende Künstlerin, von Okt.-Dez. 2004 in der Villa

Blue Mazda | Antje Rávic Strubel | Totenklage

Totenklage


Blick auf Downtown LA | © Mirko Lux
Blick auf Downtown LA | © Mirko Lux
Antje Rávic Strubel war im zweiten Quartal 2004 Stipendiatin der Villa Aurora und stolze Besitzerin des eigensinnigen blauen Mazdas. Hier erzählt sie, wie das konstant quietschende Automobil sie mitten auf dem Pacific Coast Highway stranden landen ließ.
von Antje Rávic Strubel

Ich hatte einen blauen Mazda am Fuße der Topanga Berge in L.A. Hundert Meilen schaffte er nicht. Ich war froh, wenn die Tachonadel auf fünfundsechzig, siebzig drehte, aber es war ein Auto. „Ohne bist du aufgeschmissen in dieser Stadt.“ Das war immer das erste, was alle, die schon dort gewesen waren, sagten.

Der Mazda quietschte. Er wimmerte von Anfang an, eine jämmerlich leiernde Totenklage, ob ich schnell fuhr oder nicht. An den Ampeln schauten mich die anderen Fahrer komisch an oder machten Zeichen, als wäre ich taub, und ich tat dann auch so, als hörte ich das Quietschen nicht. Dabei war es lauter als der Motor, unmöglich, sich während der Fahrt zu unterhalten.

Einmal lief der Motor heiß. Beim quietschenden Überqueren einer Bergkette Richtung Wüste musste ich anhalten, die Motorhaube öffnen und eine halbe Stunde warten, bis der Qualm weg war, obwohl ich schon die Heizung aufgedreht hatte, wie früher im Osten, wenn meine Eltern mit dem alten Skoda MB 1000 ins Gebirge in Urlaub gefahren waren. Aber am Motor lag es nicht. Der Motor funktionierte, auch wenn ich in der Wüste Angst bekam. Während ich auf einen Horizont zuschoss, der immer weiter vor mir zurückwich, stellte ich mir vor, auf diesem schnurgerade auf eine Fata Morgana zulaufenden Highway liegen zu bleiben, staubumweht, verschwitzt und durstig, stundenlang wartend, bis irgendwann gegen Abend endlich ein einzelnes Auto vorbeikäme, das entweder nicht hielt oder einen Kriminellen beförderte, dem ich hilflos ausgeliefert wäre.

Ich kehrte lebend aus der Wüste zurück, nach wie vor quietschend. Kurz vor L.A. fiel mir eine große, glänzende Werkstatt auf. In L.A. hatte ich nur düstere, schrottige, von Schichten alten Öls durchtränkte Autoreparaturen gesehen. In deutlich einsturzgefährdeten Garagen bastelten Männer mit grauen, rußverschmierten Gesichtern an uralten Wagen herum. Diese Werkstatt war anders. Die Mechaniker trugen saubere orangefarbene Anzüge, orangefarbene Basecaps, sogar die Griffe ihrer Schraubenschlüssel und die Hebebühnen waren orange. Das fachmännische Nicken, selbstsichere, prüfende Blicke riefen die Effizienz deutscher Firmenwerkstätten wach, wo mit weißen Handschuhen gearbeitet wird, im Duft von Cappuccino und neuen Reifen. Sie konnten die Reparatur sofort machen. Ich ging Kaffee trinken in einem McDonalds, andere Lokale gab es an dieser zerschlissenen Straßenkreuzung nicht.

Die Bremsen waren es gewesen!, versicherte man mir lässig, als ich den Schlüssel holte. Sämtliche Bremsklötze waren ausgetauscht, Kostenpunkt: 700 Dollar. Aber ich konnte meinem Mazda wieder trauen. Erst, als ich losfuhr, hörte ich es quietschen. Leiernd, laut, jämmerlich. Ich ging zurück in die Werkstatt. Die gleiche Lässigkeit, nur diesmal schärfer im Ton. Sie hätten den Schaden behoben, das Auto könne also nicht mehr quietschen. Mehr gäbe es nicht zu reparieren, vielleicht sollte ich mal im Kofferraum nachsehen, da lägen wahrscheinlich lose Teile.

„Was denn für lose Teile?“

Liegen blieb ich schließlich auf dem Pacific Coast Highway, auf der Überholspur, am Fuße der Topanga Berge. Ich hatte ein Tanktop und Radlerhosen an. Ich sollte an diesem Tag meinen Aufenthalt in L.A. unterbrechen und für eine Lesereise nach Deutschland zurückfliegen, mein Flieger ging am späten Nachmittag. Aber vorher hatte ich noch einmal die frische Salzluft des Pazifiks durch mich hindurch strömen lassen wollen. Ich war an der Zumaklippe joggen gewesen. Ich hatte Falken gesehen, Delphine sehr nah vor der Küste. Auf einmal erloschen die Lichter. Der Motor ging aus. Das Quietschen auch. Ruhe. Eine Möwe schrie im offenen Fenster. Der blaue Mazda trudelte langsam, in großer Stille aus. Wäre da nicht das Gehupe gewesen, hätte ich stundenlang so trudeln können, rechts das Meer. Das Lenkrad funktionierte noch. Ich manövrierte mich auf die rechte Fahrspur. Blinken fiel aus, und mein Arm war zu kurz, um ihn aus dem Beifahrerfenster zu halten. Aber intuitiv hatten die Nachkommenden die Lage erfasst. Vielleicht rechnete man hier, wo selbst ein Wrack noch eine Zulassung hatte (dank der ölgetränkten Autobastler, siehe oben), jederzeit mit Liegenbleibern. Unbehelligt kam ich auf den Seitenstreifen; kurz hinter Malibu, vor einem fröhlichen Fischrestaurant. Ich hatte nichts dabei, keine Triple AAA Card, kein Telefon, kein Geld. Ich war ja joggen gewesen. Ich hatte nicht mal meinen Führerschein (ich misstraute der Verriegelung).

In zwei Stunden musste ich einchecken.

Nicht weit von mir parkte ein schwarzer SUV, getönte Scheiben, Mercedes-Stern. Ich lief darauf zu, ohne zu wissen, was ich machen sollte, mir Geld leihen, ein Handy? Ich hatte keine einzige Nummer im Kopf. Zwei hochgestöckelte Amerikanerinnen und ein älterer Mann im Anzug wollten gerade einsteigen. Sie waren zum Lunch im Fischrestaurant gewesen. Das letzte Mal, als ich sie gesehen hatte, war auf einem Abendempfang der Villa Aurora gewesen. Eine von ihnen war eine dermaßen angesagte Künstlerin, dass sie ihren Kopf vor Erhabenheit nicht hatte bewegen können. Sie erkannten mich nicht. Auf dem Empfang hatte ich aber auch kein orangefarbenes Piratentuch als Stirnband um den Kopf getragen, und halb nackt war ich auch nicht gewesen.

Es mußte an der tiefen kalifornischen Einsicht liegen, dass sich jederzeit alles verändern kann; sie glaubten mir. Weshalb ich in verschwitzten Radlerhosen auf teurem Nappaleder saß und pünktlich zur Lesereise kam.

P.S. Norbert Kron hatte mir beim Verkauf des Mazdas angeboten – freundlich und einem vagen Schuldgefühl geschuldet – , sich zu beteiligen, sollte eine größere Reparatur nötig werden. Georg Nußbaumer half mir aus der akuten Patsche, indem er den Abschleppdienst in eine ölgetränkte Werkstatt organisierte. Wie sich herausstellen sollte, lag es an der Lichtmaschine. Wie sich später herausstellen sollte, war das nicht die letzte Reparatur.

Antje Ravic Strubel, geb. 1974 in Potsdam, Schriftstellerin, von April-Juni 2004 in der Villa Aurora
 © Zaia Alexander
© Zaia Alexander

Blue Mazda | Norbert Kron | Ode an mein Aurora-Gefährt

Ode an mein Aurora-Gefährt


Highway 10 | © Mirko Lux
Highway 10 | © Mirko Lux

Norbert Kron hat die Mazda-Experience besonders hart getroffen. Der Schriftsteller war im ersten Quartal 2004 Villa Aurora-Fellow. Unabsichtlich verdichteten sich seine teils schmerzlichen Erinnerungen an den blauen Mazda zu einer Ode.

von Norbert Kron

Ode an mein Aurora-Gefährt

1
Oh Mazda, du bist nichts für Schwerenöter
Du bist ein schmutzig blauer Liebestöter
Dackelst knochenknarrend als alter Köter
Mit einem mit als Manneskraftspötter

2
Einst war da diese chromschöne Frau
Schnittiger als eine Corvette 12V
Sie posierte mit ihrem Körperbau
Im nächtlich strippenden Sunsetblau

Mit ihr wollte ich ein Dat’
In der Megahighwaystadt
Die an jeder Ecke nimmersatt
Tausend PS zu bieten hat

Die nichts ist als polierte Muskelschau
Ein brunftröhrendes Motorenlaut
Und in der jede abschleppgelaunte Braut
Will, dass man sie mit Autopower umhaut

Aber du, mein keilriemenwedelndes Gefährt
Wimmertest wie beim letzten Abendgebet
Dessen Garantie nicht mal währt
Bis man an der nächsten Kreuzung steht

Also ließ ich es sein
Zog den Schwanz ein
Und kroch ganz allein
zurück ins Villaheim

3
Als das Morgenlicht über dem Pazifik erschien
Dämmerte es mir in den dichterischen Sinn
Oh du, Mazda Aurora, Wunderding
Bist die Musenfreundin und Schreibgefährtin.

Du Poetenretter
Dich sandten Götter
Dem Lover der Wörter
Dem Wörternöter

Norbert KronNorbert Kron, geb. 1965 in München, Schriftsteller, von Jan.-März 2004 in der Villa

Blue Mazda | John Burgan | 2HGB128

2HGB128


Highway 1 | © Mirko Lux
Highway 1 | © Mirko Lux

John Burgan hat für uns ein paar Bilder des Mazdas herausgekramt – und kann sogar erzählen welche Rolle das Auto beim Wahlsieg von Arnold “The Governator” Schwarzenegger gespielt hat.

von John Burgan

Roxy Music’s 1972 Remake / Remodel is punctuated at regular intervals by the obscure chant “CPL593H” – apparently a reference to the registration number of Bryan Ferry’s old Mini Clubman. So why not a panegyric to “2HGB128”, our battered old blue Mazda? Baujahr: 1988; purchased early October 2003 from Herr Lutz Seiler for the sum of $800; 225,000 miles on the clock. Sold on to Herr Norbert Kron at the end of December, mileage unknown.

First Mazda memory: October 7th, cruising through Venice and Santa Monica to take in the heady political atmosphere on the streets the night Arnold Schwarzenegger was elected Governor – sorry, Governator of California. Although Arnie had already sold his stake by then, we purposely drove by Schatzi on Main and yes, there they were, the Arnie fans bearing placards. A honk – a cheer – and for a brief moment, it felt that 2HGB128 had played a very tiny part in the great democratic process.

Few fragments remain of the journeys taken during those three months at Villa Aurora. Over a decade later, the video I recorded remains unedited – time for an archival revival, perhaps? – and all I can find on my hard drives are three random photographs of 2HGB128 taken at various locations across California in Autumn 2003.

The first image is in the Mojave Desert, close to Joshua Tree. In the passenger seat, my wife Hassina appears to be holding up a tennis ball, thereby quite possibly increasing the value of the car. The streaked texture of the bonnet bears the blemishes and scars of fifteen years on the road. The radio worked, but was there a cassette player? Air-conditioning – nada!

Blue Mazda | © John Burgan
Blue Mazda | © John Burgan
Mojave Wüste | © John Burgan
Mojave Wüste | © John Burgan

The next image is at the Cholada in Malibu, barely six minutes drive from Paseo Miramar along Highway One. There she is, tucked away on the right. These days this hasty snap would no doubt illustrate a Tripadvisor review, however I remember that on that particular day I had tagged along with Claudia, Zaia and the Villa Aurora team who had planned a working lunch, but found a pesky Fellow in tow – and tolerated him with their usual good grace.

Cholada | © John Burgan
Cholada | © John Burgan

Alas, the Mazda did not always receive such friendly reactions. Unlike the good humoured response of the Arnie fans on Main Street back in October, the valet parker at the Beverly Hilton in November had clearly never seen such an abomination – and did not try to hide his expression when he took the keys, all but holding his nose. Sheesh, buddy, the car can be a bit ripe on a hot day, but it ain’t that bad… well, clearly the 1988 Mazda was hardly the automobile of choice of his regular Beverly Hills clientele. An evening at the Hilton’s hourly parking rate could have almost financed a full service – but hey, this is L.A. Let’s be honest, if you ever saw a 1988 Mazda parked on the streets of Pacific Palisades, you would automatically assume it belonged to one of the brigade of leaf-blowing Mexicans (mandatory start 6 in the morning) – not a resident.

Driving by night | © John Burgan
Driving by night | © John Burgan

The third and final photo is a subjective “point of view” taken through the windscreen of 2HGB128 on an unidentified L.A. freeway by night, the red streetlights glimmering on the bonnet. Unlike the other images, I have no memory of this moment. Downtown, perhaps? We’ll never know. It’s not even a memory, just a discarded fragment on a hard drive, 229Kb of colours, traces of lights, travelling through a dystopian nightscape. A memory, if nothing else, of movement.

It’s been surprisingly valuable to have a reason to revisit these inconsequential moments some twelve years later – thank you, Zaia. My memory-journey in that battered blue Mazda between October and December 2003 has taken me through Los Angeles, all the way up Highway One to San Francisco, all the way down to San Diego – meeting cousins I had never met before, but that’s another story – and the trek has now expanded to include my original move from London to Berlin back in 1992. The city became home for the next fourteen years: the completion of my film Memory of Berlin in 1998, marriage to Hassina at Standesamt Charlottenburg in 2000, Villa Aurora in 2003, moving to Denmark in 2006, back to the UK in 2008; and now coming full circle, returning once again to live in Berlin in summer 2015.

Postscript: unfortunately I can’t locate it right now, but I did actually receive something from the Governator in the end, months after I had left the Villa: a cheque for $6.00 personally signed by Arnold Schwarzenegger — a rebate for the excessive car tax I had paid on 2HGB128 during those three months.

Arnie | Memegenerator.com
Arnie | Memegenerator.com

And I didn’t even vote for him. That’s democracy.

 

 

 

John Burgan, geb. 1962 in London, Filmemacher, von Okt.- Dez. 2003 in der Villa

 

Blue Mazda | Rainer Merkel | Eine kleine kalifornische Seele

Eine kleine kalifornische Seele


Blue Mazda | © John Burgan
Blue Mazda | © John Burgan

Los Angeles ohne Auto – unvorstellbar.

Unter den Fellows der Villa Aurora ist es üblich, das Auto von Generation zu Generation weiterzugeben. Irgendjemand schaffte Anfang der 2000er einen blauen Mazda an, der trotz enormer Mängel einige Jahre überlebte und „so wie Autos eben ein Teil von dir werden in Los Angeles“ (Sadr Haghighian), erinnern sich einige der Künstler und Künstlerinnen an den blauen Madza als treuen Begleiter mit Katastrophenpotential. In den kommenden Tagen posten wir Erinnerungsstücke sechs ehemaliger Villa Fellows.

Den Anfang macht der Schriftsteller Rainer Merkel, der von April bis Juni 2003 Villa Fellow war. In seinem Text erinnert er sich seiner kalifornischen Seele.

von Rainer Merkel

1.
Kurz vor dem San Fernando Valley staut sich der Verkehr. Die Rücklichter leuchten auf. Auf dem 405 ist eine Versammlung, eine Party, einige versuchen noch auszuscheren, andere ergehen sich in stiller Ergebenheit und warten darauf, dass sie aufgenommen werden. Nach einer Weile geht ein Ruck durch die Wartenden, das warnend aufleuchtende Rot schwillt ab und alles verwandelt sich wieder in den breiten alles mit sich reißenden Strom.

Der blaue Mazda, in dem die ganze Zeit Talk Radio läuft, verharrt kurz in einem Moment des Zögerns, irgendwie hakt kurzfristig der erste Gang, dann geht es weiter.

Man muss den 405 verlassen, immer und jederzeit, ihm zu vertrauen, ist ein Unglück. Der 405 ist eine sechsspurige zähflüssige sich fortwährend erbrechende und sich gleichzeitig wieder vollstopfende Riesenschlange, die selbst vom Flugzeug nicht anders aussieht als ein fettes öliges Tier, das langsame, aber gefährliche Bewegungen macht.

2.
Manchmal muss der Wagen abgestellt werden, der überalterte aber erstaunlich zuverlässige Motor muss ruhen. Auch wenn der Wagen kaum noch etwas wert ist, nehmen die Parkuhren darauf keine Rücksicht.

Einige von ihnen, vielleicht vor Geschäften, die besonders originell sein wollen, sind mit kleinen weißgestrichenen Gartenzäunen und Blumenbeeten versehen. Man muss sofort daran denken, was in der Zeit passiert, in der die Parkuhr die Zeit zählt, die man bezahlt hat. Was für ein Blühen und Gedeihen, was für ein Wachsen und Wuchern. Die Parkuhren erstrecken sich in der Horizontalen und Vertikalen, bilden aneinandergereihte bezahlbare Räume und Zeitabschnitte. Sie sind kleine käufliche Zeitmanager, die geduldig an den Straßenrändern auf Kundschaft warten. Froh darüber dass man sie hat, weiss man doch nie, ob sie einen nicht übervorteilen oder vielleicht sogar auszutricksen oder zu betrügen versuchen, wie das Manager eben so tun. Auch Verrat kommt in Frage.

Das Verhältnis zum blauen Mazda ist dagegen von großer Demut und Bescheidenheit geprägt. An der Ampel auf dem Sunset Boulevard neben den wuchtigen SUVs, den schwarzen und silbernen Luxuslimousinen erstrahlt er in seiner gutmütigen Schlichtheit. Man ist froh, dass der Wagen so gut funktioniert und dass man ganz einfach die Sonnenblende herunterklappen kann.

Das Licht ist auch am hundertsten Tag noch immer das Licht eines sich über die Stadt beugenden Chirurgen, der mit leichter Hand Eingriffe vornimmt, während seine an der Stirnkappe befestigte Lampe keinen Winkel auslässt und auch die Seele mit einem Schwung eisigen Lichtes ausfüllt.

3.
Einmal gibt es doch Probleme. Aber es ist wirklich das einzige Mal. Es ist kurz vor Sonnenuntergang im Sears Autocenter. Es ist irgendetwas mit der Lichtmaschine oder Batterie.

Man kann vorfahren und jemand beugt sich über den Motorblock und prüft das Innenleben der Batterie. Im Grunde könnte man sitzen bleiben, so wie das der Fahrer am Ende der Warteschlange auch tut, während er den Motor weiter laufen lässt. Die mexikanischen Sears-Mitarbeiter heben die Batterie wie ein Heiligtum aus dem Wagen und die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann noch einmal das Licht ausgeht, ist nur eine geringfügig glühende Gefahr am Horizont.

Der Wagen eignet sich auch als Schlafstätte, einmal fahre ich mit ihm in die Wüste zu einer “Kunst-Party”, in der Nähe von Twentynine Palms. Ich bleibe die ganze Nacht und schlafe im Wagen, weil ich Nachts meine Geldbörse verloren habe und hoffe, sie am nächsten Tag doch noch im Wüstensand wieder zu finden.

Wenn man lange nach etwas sucht, etwas, das zu spezifisch ist, etwas das im Raum auf die Schnelle nicht lokalisierbar ist, kann man in eine Endlosschleife geraten und dann ist es am besten, man lässt einfach alles laufen. Ich fahre zurück nach LA und der Staub der Wüste legt sich auf den Innenraum des Wagens, ich treibe in eine dieser seichten, dicht bewaldeten Buchten hinein, in denen sich 7 Eleven, Kinko, Chinesefastfood, Print-, Copy- und Nail-Studios aneinander schmiegen. Es gibt drei beherrschende Strukturen. Die Tordurchfahrten der Tankstellen, die Buchten der Stripmalls, die Höhlen der Shoppingmalls und die Burgen, Schlösser und Villen der Ketten und Restaurants, die von großen schwarzen asphaltenen Liegeflächen umgeben sind.

Am nächsten Tag ruft einer der Künstlerinnen aus der Wüste an. Die Geldbörse ist gefunden worden.

4.
An einem der letzten Tage, die ich mit dem Mazda unterwegs bin, fahre ich zur Huntington Library und schaue mir im japanischen Garten die Viewing Stones an.

Die Viewing Stones sind leicht wurmartige, tierschnauzenartige Gebilde, die auf steinernen Stelen in schwarzen ovalen Schalen ruhen. Sie sehen natürlich nichts, sie sind von einer geradezu himmelschreiender Blindheit, mit ihren sanft geschliffenen Kanten, Mulden und angedeuteten Löchern. Aber wenn man sie berührt, tauchen auf einmal all diese Landschaften auf, die in ihnen verborgen sind, und die grausige Hitze des nachmittäglich gestauten Pasadena Freeways wird zu einer großen besänftigenden Meditation.

In meiner Erinnerung verwandelt sich der blaue Mazda, der kaum noch existieren dürfte, in einen dieser Steine. Er ist meine kleine kalifornische Seele, die ich verloren habe, aber jederzeit in diesem Garten wiederfinden kann. Es ist wie ein Kind, ein fragiles Lebewesen, an das man immer nur Erinnerungen hat, süße flüchtige Erinnerungen, die schnell wieder vergehen.

Rainer Merkel | CC BY-SA 3.0 manfred.sause@volloeko.de
Rainer Merkel | CC BY-SA 3.0 manfred.sause@volloeko.de

Rainer Merkel, geb. 1964 in Köln, Schriftsteller, April-Juni 2003 in der Villa Aurora